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| Führungsgruppe Oberes Schlichemtal |
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Sie sind voll bei der Sache: Die Mitglieder der Führungsgruppe der Feuerwehren des Oberen Schlichemtals mit dem Leiter Armin Müller (rechts), und den Führungskräften (von rechts nach links) Mike Jäger, Alexander Göbel, Joachim Herrmann, Harald Weinmann, Werner Hahn, Michael Koch, Volker Schnell, Ottmar Hermann, Uwe Muschal und Thomas Vögtle
Spezialisten in brenzligen Situationen
Die Führungsgruppe für die neun Schlichemtal-Wehren wurde vor zehn Jahren gegründet
Seit nunmehr zehn Jahren besteht für die Feuerwehren des Oberen Schlichemtals eine Führungsgruppe.
Schömberg, 23.09.2009
Es war die erste überörtliche Organisationseinheit, die als Führungsinstrument bei relevanten Großeinsätzen den örtlich zuständigen Feuerwehrkommandanten unterstützt. Die Führungsgruppe steht für die neun Feuerwehren der acht selbstständigen Gemeinden im Oberen Schlichemtal im Alarmfall bereit.
Insgesamt sind es 14 gut ausgebildete Feuerwehrmänner, die der Führungsgruppe angehören, darunter fünf Zugführer und acht Gruppenführer. Der Leiter der Führungsgruppe Armin Müller ist gleichzeitig Kommandant der Schömberger Feuerwehr.
Verantwortlich für den Einsatz der Feuerwehr ist aber stets der örtlich zuständige Kommandant, betonte Armin Müller bei einem Gespräch mit unserer Zeitung und verweist darauf, dass im Ernstfall immer der örtliche Kommandant auch entscheidet, ob Kräfte der Führungsgruppe alarmiert und eingesetzt werden oder nicht.
Wenn sich anfangs eine Lage als einfach und beherrschbar darstelle, sich später aber zu einer "Großlage" entwickle, sei eine Nachalarmierung der Führungsgruppe über die Leitstelle jederzeit möglich.
Durchschnittlich ist die Führungsgruppe mit vier bis sechs Feuerwehrmännern besetzt, die über eine extra Schleife von der Leitstelle alarmiert werden. Im Jahr 2003 wurde die Gruppe mit einem speziellen Einsatzleitwagen ausgestattet, dessen Standort bei der Schömberger Feuerwehr ist. Die Ausstattung orientiert sich an den der Führungsgruppe übertragenen Aufgaben. Neben Ortsplänen, Lage- und Feuerwehrplänen von besonders wichtigen oder gefährdeten Gebäuden sowie Gefahrkarten über entsprechende Stoffe und Flüssigkeiten stehen dem Führungsteam auch moderne Fernmelde- und Kommunikationsmittel zur Verfügung.
Die Gruppe definiert sich einmal als Schnittstelle zwischen dem Einsatzleiter vor Ort und der Leitstelle, dann als Fernmeldezentrale und als Zentrum für die Einsatzdokumentation. Als äußerst wichtig bezeichnet Armin Müller die Kooperation und die Zusammenarbeit mit benachbarten und unterstützenden Kräften sowie die Vorbereitung gemeinsamer Lagebesprechungen.
Die Führungsgruppe führt jährlich zwischen sechs und acht Vollübungen durch. Dazu kommt die Beteiligung an den Hauptübungen verschiedener Wehren. Außerdem pflegt die Führungsgruppe des Oberen Schlichemtals mit den entsprechenden Einrichtungen in Rottweil und Burladingen einen regen Erfahrungs- und Ausbildungsaustausch.
Insgesamt ist die Führungsgruppe der Feuerwehren im Oberen Schlichemtal bis jetzt zu insgesamt 13 Großeinsätzen herangezogen worden. Erstmals bewährte sich das Konzept der Führungsgruppe nach einer Gasexplosion in einem Einfamilienhaus in Dormettingen im Jahr 2000.
Armin Müller ist davon überzeugt, dass die Einrichtung und Unterhaltung einer Führungsgruppe im Oberen Schlichemtal vor zehn Jahren notwendig war, um die örtlichen Wehren zu stärken, die alarmierten Kräfte schnell und wirkungsvoll einzusetzen, um damit den jeweiligen Einsatzablauf zur Rettung von Menschen und Sachwerten zu optimieren.
Text und Bild: Siegfried Seeburger; Zollern-Alb-Kurier
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